Verändern, um Leben zu retten...
lautet das Motto des diejährigen Gedenktags für verstorbene Drogengebrauchende
Warum der 21. Juli?
Am 21. Juli 1994 starb in Gladbeck der junge Drogengebraucher Ingo Marten. Seiner Mutter gelang es unter Mithilfe der Stadt, eine Gedenkstätte für Ingo und andere verstorbene Drogengebrauchende zu installieren, den in den nächsten Jahren weitere Orte der Erinnerung und Mahnung folgten. Der erste Gedenktag für verstorbene Drogengenbrauchende wurde 1998 begangen.
Unsere Kinder könnten bei einer menschlicheren Drogenpolitik alle noch leben. Es muss sich was verändern, dass nicht noch mehr Menschen so sinnlos ihr Leben lassen müssen.
Beate Stör, Elternselbsthilfe Allgäu-Oberschwaben Suchtgefährdeter und Suchtkranker, Schirmfrau des Gedenktags 2026.
Erinnern – Gesicht zeigen – Informieren
Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und der Überlebenshilfe.
Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher, erinnern Eltern und Angehörige, Partner*innen, Freund*innen und solidarische Mitbürger*innen an die „Verstorbenen“. Zugleich nutzen sie Mahnwachen, Gottesdienste, Infostände und andere Aktionen, um Ideen und Maßnahmen für eine wirksamere Drogenpolitik vorzustellen.
Die repressive Drogenpolitik ist völlig überholt und fordert mehr Opfer als die illegalisierten Substanzen selbst. Die Drogentoten sind Opfer, da ihr Tod meist eine Folge von mangelndem „Safer Use“ und "Harm Reduction" ist. Das Leben in der Illegalität macht eine Integration und eine niederschwellige Versorgung umständlich bis unmöglich. Betroffene brauchen Hilfe und keine Kriminalisierung.
Der Weg den einige Kommunen mit Drogenkonsumräumen, Abgabe von sauberen Spritzen, kostenlosem Drug Checking, Beratung und Prävention eingeschlagen haben zeigt Wirkung.
Es gilt zu verhindern, dass diese Hilfsangebote der rigorosen Sparpolitik der Regierung Merz geopfert werden.
Quelle: https://www.gedenktag21juli.de

