Weltdrogentag 2026
Eine Welt ohne Drogen wird es niemals geben. Hat es auch noch nie gegeben. Ja, auch die "Zigarette danach" und das "taktische Bierchen" sind Rauschmittel, auf die nur wenige
leichten Herzens verzichten.
Heute ist der diesjährige "Internationaler Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr". Dieser offizielle Tag weist in seiner Bezeichnung schon auf die Grundproblematik hin, nämlich in dem unscheinbaren Wörtchen "unerlaubt". Genau da liegt nämlich das Problem, in der Prohibition - und natürlich in der Weigerung von Regierungen, auf die Probleme schädlichen Konsums fachlich adäquat zu reagieren.
Nein, Herr "Bundesdrogenbeauftragter", Verbote sind noch nie geeignet gewesen, das Verhalten von Menschen zu verändern, die sich in einer psychischen Sonderlage befinden.
- Richtig ist: Wir müssen als Gesellschaft ambitioniert daran arbeiten, dass schadhafter
Rauschmittelkonsum verringert wird. - Falsch ist: Wir müssen Konsum verbieten und bestrafen, damit die Welt drogenfrei wird.
- Folgerung: Die Entstigmatisierung von Konsument*innen und die Bereitstellung legaler, kontrollierter Bezugsmöglichkeiten sind erforderlich.
Es ist an der Zeit, mit Fakten das Problem anzugehen und nicht mit verblendeter Ideologie.

